Eine runde Sache? Wie Lauscha die Weihnachtskugel erfand

Das Historische Museum der Stadt Bamberg zeigt eine Sonderausstellung über den Weihnachtsbaumschmuck aus Lauscha, der Geburtsstadt der gläsernen Christbaumkugel.

Lauschaer Glaskugel

Glasbläserei Thüringer Weihnacht - Neuhaus am Rennweg

Eine Runde Sache: Weihnachtsbäume bemalen in der Werkstatt von Michael Haberland, Lauscha

Die ersten Exemplare von Glasschmuck als Dekoration für den Weihnachtsbaum entstanden bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Lauscha. Der Legende nach kam im Jahre 1847 einem armen Glasbläser, der sich keinen anderen Christbaumschmuck leisten konnte, die Idee, farbigen Glasschmuck für den Weihnachtsbaum selbst herzustellen.

Bereits im folgenden Jahr wurden in Lauscha die ersten Weihnachtskugeln in verschiedenen Größen angefertigt und verkauft. Um 1880 wurden die ersten Stücke in die USA exportiert, wo sie außerordentlichen Erfolg hatten. Die „Herstellung von mundgeblasenem gläsernen Lauschaer Christbaumschmuck“ ist seit 2021 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Die Erfindung der Weihnachtskugel

Lauscha und der dort produzierte Christbaumschmuck wurden weltweit bekannt. Am Beispiel des gläsernen Weihnachtsschmucks lässt sich daher exemplarisch die Geschichte und der Wandel des Weihnachtsfestes seit Mitte des 19. Jahrhunderts darstellen.

Die Ausstellung zeigt die Ursprünge der Weihnachtsbaumtradition und des weihnachtlichen Baumschmucks, ausgehend von der Zeit vor der Erfindung der gläsernen Weihnachtskugeln und bis in die Gegenwart. Die Besucher*innen tauchen ein in die Geschichte „einer deutschen Erfindung“, die sich als weltweiter Erfolg erwies. Dabei können die Herstellungsprozesse des immateriellen Kulturerbes „Glaskugel“ selbst erlebt werden – nicht ohne sozialgeschichtliche Fragen im Zusammenhang mit der Produktion, wie Frauen- und Kinderarbeit, zu thematisieren.

Rahmenprogramm
06.12.23 | 17 Uhr | Aperitif-Führung
14.12.23 | 16 Uhr | Rundgang mit der Kuratorin
17.12.23 | 14 Uhr | KUAK Kurzführung und Museumswerkstatt für Kinder mit ihren Familien
22.12.23 | 11 Uhr | öffentliche Führung
11.01.24 | 16 Uhr | Rundgang mit der Kuratorin

Im Foyer des Historischen Museums ist zudem die Plößberger Großkrippe im Rahmen der Bamberger Krippenstadt zu bestaunen.

Historisches Museum Bamberg
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Tel.: +49 (0) 951 87.1140 (Kasse) | +49 (0) 951 87.1142 (Verwaltung)
Öffnungszeiten: Di-So u. feiertags 10-17 Uhr | 24.12.  11-16 Uhr und 01.01.  13-17 Uhr

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Datum - Zeichen

22. November 2023 - 2.381

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