Es wurde Licht im Gärtnerhaus

Die diesjährige Sonderausstellung im Bamberger Gärtner- und Häckermuseum zeigt die Elektrik aus der Zeit um 1900.

Eine alte, leuchtende Lampe an der Decke des Gärtner- und Häckermuseums

Im Haus des Gärtner- und Häckermuseums sind bis heute Lampen, Leitungsverläufe, Lichtschalter und Sicherungstafeln erhalten, die Thomas Kauer um 1908/10 installierte. Die neue Kabinettausstellung macht vom 24. Juli bis zum 8. November diese außergewöhnlichen Zeugnisse der frühen Elektrifizierung erstmals zum zentralen Thema. Sie zeigt, wie der technische Fortschritt Einzug in einen Bamberger Gärtnerhaushalt hielt.

Thomas Kauer stammte aus einer Gärtnerfamilie und erlernte um 1900 bei der Firma Groß & Bohrer in Bamberg den Beruf des Elektromonteurs. Viele Gärtnerhaushalte erleuchteten damals ihre Wohnräume noch mit Kerzen oder Gaslampen. Die Familie Kauer konnte durch die Installationen ihres Sohnes bereits die Vorteile der aufkommenden elektrischen Beleuchtung nutzen. 

Das Haus zählt damit zu den frühen Beispielen elektrifizierter Wohngebäude im gärtnereischen Umfeld. Im Laufe der Jahre reparierte und verbesserte Thomas Kauer die Leitungen, Einzelteile der Anlage sowie die Stromerzeugung. Die ursprüngliche Installation ersetzte er jedoch nie vollständig. Gerade dieser Umstand macht die erhaltenen Schalter, Leitungen und die technische Einrichtung heute zu einem bedeutenden historischen Zeugnis. Sie ermöglicht einen authentischen Einblick in die Entwicklung der häuslichen Stromversorgung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 

Kontakt:
Gärtner- und Häckermuseum
Mittelstraße 34
96052 Bamberg
Telefon: 0951/201618  
Mail: info@ghm-bamberg.de
Website: www.gaertner-und-haecker-museum.byseum.de/

Datum - Zeichen

16. Juni 2026 - 1.538

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