Herbergssuche in der Weihnachtsstadt

Der Advent steht vor der Tür und mit ihm startet die Bamberger Krippentradition. Dann entwickelt die Welterbestadt dank ihrer historisch gewachsenen, lebendigen Krippenszenerie eine ganz besondere Atmosphäre.

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So existiert das heute wohl kaum mehr in modernen Städten, wie man vermuten könnte. Inspirierende Touren & Reisen bietet der TKS.

Maria und Josef, das Kind im Stroh, daneben die Hirten mit ihren Schafen – so kennt man eine weihnachtliche Krippenszene. Aber warum tragen in der Bamberger Pfarrei St. Otto die Heiligen Drei Könige nicht nur Geschenke, sondern auch fränkische Tracht? Und was soll der Gärtner, der mit einer Karre voll Lauch, Karotten und Salat die Heilige Familie ansteuert – und das auch noch mitten in der Miniaturkulisse der Bamberger Gärtnerstadt? Die Antwort darauf findet sich in der langen Tradition der Bamberger Krippen genauso wie im Wunsch ihrer Erbauer, das Weihnachtswunder in ihre fränkische Heimat zu verlegen. Die Kirche St. Otto ist dabei eine von rund 40 Stationen, die die Vielfalt der Bamberger Weihnachtskrippen zeigen. Zudem vermitteln Themenführungen ihre Besonderheiten sowie weitere Weihnachtsbräuche aus Bamberg und dem Bamberger Land.

 

Festlich beleuchtet, historisch und stimmungsvoll: In der Advents- und Weihnachtszeit entdeckt man Bamberg von einer ihrer schönsten Seiten. Einen großen Anteil daran hat die „Krippenpassion“ der Stadt, deren Grundstein vor rund 400 Jahren die Jesuiten legten. Seitdem hat die Krippentradition in Bamberg und im Bamberger Land eine ganz eigene und lebendige Vielfalt entwickelt – vom Exemplar mit lebensgroßen Figuren bis zur Barockkrippe im Bauernschrank. Dazu gehört, dass zahlreiche dieser mit viel Liebe zum Detail gestalteten Weihnachtsdarstellungen öffentlich zugänglich sind: in Museen und Sammlungen, aber auch als Kirchen-, Groß- oder Hauskrippen. Zu den öffentlich zugänglichen Standorten gehören neben vielen Kirchen, der Tourist-Information oder dem neuen Informationszentrum Michelsberg auch mehrere Museen wie das „Bamberger Krippenmuseum, das Historische Museum oder das Diözesanmuseum. Für die Krippentradition im Bamberger Land stehen das  „Krippenmuseum Alte Schule Hirschaid“, das Krippenmuseum Baunach sowie die Krippenwege in Heiligenstadt und Schlüsselfeld.
Aufgrund ihrer großen Vielfalt bietet diese vielfältige Krippenlandschaft passionierten Krippenwanderern die Möglichkeit, ein individuelles Routing zu entwerfen, also sozusagen ihren ganz persönlichen „Krippenweg“ festzulegen. In Eigenregie lassen sich dann die „Wunsch-“ Stationen in aller Ruhe erkunden.

 

Die Bamberger Krippen haben von Ende November 2021 bis in den Februar 2022 ihren großen Auftritt. Wo genau, darüber informiert der aktuelle Faltplan des BAMBERG Tourismus & Kongress Service mit allen Stationen, Öffnungszeiten und viel Wissen rund um die Weihnacht, zudem werden alle Krippen online vorgestellt (www.bamberg.info/krippen).

 

Bethlehem im Beinhaus

Zu den Standorten gehören mehrere Museen, wobei einige die Krippenleidenschaft bereits im Namen tragen: So zeigt das „Bamberger Krippenmuseum“ eine einmalige Auswahl historischer Krippen, die ältesten stammen aus dem 18. Jahrhundert. Im Bamberger Land reisen die Besucher des „Krippenmuseum Alte Schule Hirschaid“ zu Krippen aus aller Welt. Der Schwerpunkt der diesjährigen Sonderausstellung liegt auf der „Fränkischen Hauskrippe“, in der das Weihnachtsgeschehen in die Heimat der Erbauer verlegt wird. Begegnungen mit der Heiligen Familie ermöglichen zudem das Historische Museum Bamberg, das Diözesanmuseum oder die Krippe im Alten Rathaus. Letztere ist ein besonders prachtvolles Exemplar, an der Generationen von Krippenbauern mitgearbeitet haben: mit 400 Figuren, orientalischer Landschaft und Lichtinstallation. Das neueste Exemplar im Kreis der Krippenmuseen ist im Beinhaus hinter der Baunacher Pfarrkirche zu Hause und zeigt rund 150 Krippen aus der Sammlung von Domkapitular Jürgen Lenssen.

Weihnachtswunder mitten im Welterbe

Überhaupt führt für Krippenliebhaber kein Weg vorbei an den Bamberger Kirchen, denn in nahezu jeder findet sich eine Krippenszene. In der Kirche St. Otto etwa sind die Krippenbauten Gebäuden aus der Pfarrei nachempfunden, die Szenen wechseln je nach Jahresfortschritt: von der Verkündigung an Maria über Weihnachten bis zur Hochzeit in Kana. Wechselnde Szenen zeigen viele weitere Kirchen wie etwa der Dom, die Auferstehungskirche oder die Kirche St. Jakob. Dazu gesellen sich Krippen in öffentlichen Institutionen wie der Tourist-Information oder im neuen Informationszentrum Michelsberg.

Für das Weihnachtwunder unter freiem Himmel stehen die Großkrippen, wie sie unter anderem am Bamberger Maxplatz oder am Schönleinsplatz zu finden sind. Lebensgroße Figuren ziehen dort im Advent in ihre Krippenhäuser ein. Eine Tour durch Bamberg wird so zu einem Spaziergang durchs biblische Geschehen – und auch zwei Orte im Bamberger Land haben dafür den Weg bereitet. So bindet der „Krippenweg Heiligenstadt“ 24 Stationen ein, in Schlüsselfeld sind es sogar 30 Stationen.

 

Nachtwächters Winterwacht

Wer seine Bamberger Krippenschau nicht auf eigene Faust unternehmen will, schließt sich der Stadtführung „Weihnachtswunder Krippenstadt“ des BAMBERG Tourismus & Kongress Service an (28. November 2021 bis 6. Januar 2022, samstags, sonntags und feiertags 13.30 Uhr): Die Teilnehmer schlendern zu einigen besonders spannenden Stationen der Krippenstadt und hören dabei Geschichten und Überlieferungen zum weihnachtlichen Themenkreis. Auch die Partner des BAMBERG Tourismus & Kongress Service haben winterliche Führungen im Programm. Die „Herbergssuche zu Bamberg“ etwa ist ein köstliches Gassenspiel, bei dem eine schwangere Frau und die heilige Kunigunde höchstpersönlich auf bärbeißige Wirtsleute oder hektische Pfarrer treffen. Geschichte und Legenden stehen bei „Nachtwächters Winterwacht“ im Mittelpunkt und bei der Führung „Bamberger Advents- und Weihnachtsbräuche“ dreht sich alles um Barbarabaum, Pfeffern oder das Perlefex, das in den Raunächten die Stadt unsicher macht (Tickets unter www.bamberg.info/tickets; Führungen aktuell teils unter 2 G-Voraussetzungen).


Shoppingbummel in der Altstadt

Auch wenn noch nicht hundertprozentig klar ist, ob der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Maxplatz tatsächlich stattfindet, so ist doch ein weihnachtlicher Bummel durch die Altstadt in jedem Fall ein Erlebnis. Dort lockt das sorgsam ausgesuchte Sortiment der vielen kleinen, feinen Geschäfte ebenso wie Exquisites aus den zahlreichen Antiquitätenläden. Wo sonst ließen sich originelle und stilvolle Geschenke wohl besser erstehen, als in der stimmungsvollen Atmosphäre eines Weltkulturerbes?


Reisetipp

Wem dies Lust auf einen Bamberg-Besuch macht, für den empfiehlt sich die Pauschale „Winterreise in die Krippenstadt“ (buchbar von 28. November 2021 bis 6. Januar 2022): Sie enthält zwei Übernachtungen mit Frühstück, die BAMBERGcard – und damit freie Fahrt mit Bus und Bahn und den Eintritt in sieben Museen –, einen Krippenplan und die Stadtführung „Weihnachtswunder Krippenstadt“. Gleichzeitig lässt man sich im Rahmen dieses Arrangements Bamberg auf der Zunge zergehen, denn dazu gehört auch ein köstliches Adventsmenü mit drei Gängen (www.bamberg.info/pauschalreisen).

 

Prospektanforderung und Informationen

BAMBERG Tourismus & Kongress Service
Geyerswörthstraße 5
96047 Bamberg
Email: Info@bamberg.info
Internet www.bamberg.info/weihnachten
Tel.: +49 (0) 951 2976 200

Datum - Zeichen

17. November 2021 - 7.964

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