Verborgene Krippen und versteckte Katzen

Zur Adventszeit verwandelt sich die UNESCO-Welterbestadt Bamberg in eine Krippenstadt.

Über 30 öffentliche Krippen sind an verschiedenen Stationen zu sehen. Große und kleine, historische und moderne Krippen zeigen die Weihnachtsgeschichte auf ganz unterschiedliche Weise. Manche verbergen kleine Überraschungen, andere bleiben selbst verborgen, bis die Weihnachtszeit beginnt.

So auch die beiden Krippen in der Kirche St. Michael auf dem Michaelsberg, die in diesem Advent zum ersten Mal nach 14 Jahren Sanierung wieder zu sehen sind. Eine der Krippen ist eine Landschaftskrippe, die zur Adventszeit aufgestellt wird. 

Die andere Krippe ist immer da, zeigt sich aber nur zur Weihnachtszeit. Denn die Krippe aus der Barockzeit ist versteckt im Altar. Hinter einem Bild, dem Altarblatt, befindet sich eine Krippenszene: Maria und Josef beugen sich über das Jesuskind, umgeben von Engeln und eingerahmt von goldenen Verzierungen. Darüber zeigt sich die Dreifaltigkeit vor einem blauen Hintergrund, mitten in goldenen Strahlen und Wolken. Eine Krippe, die nicht aufgebaut werden muss, sondern im Verborgenen immer da ist.

Fast alle der über 30 öffentlichen Krippen in Bamberg warten den größten Teil des Jahres im Verborgenen auf ihren Auftritt. Allerdings nicht hinter einem prächtigen Altarblatt, sondern gut verpackt in Kisten und Kartons. Bis sie zur Adventszeit wieder ausgepackt und mit viel Geduld und Handarbeit aufgebaut werden.

Wie etwa in der Oberen Pfarre am Bamberger Kaulberg. Hier startet das meist ehrenamtliche Krippenaufbauteam bereits im Oktober mit seiner Arbeit. Moos wird in den Wäldern gesammelt und getrocknet. Schwere Untergestelle aus Metall für die drei mal elf Meter große Krippe müssen aufgebaut werden. Dafür eilen sogar die in Bamberg ansässigen Auszubildenden der Bundespolizei zu Hilfe. Anschließend werden die Häuser aufgestellt und die Beleuchtung eingerichtet.

Woche für Woche kommen weitere Szenen hinzu, bis schließlich alle elf Meter gefüllt sind. Ab dem ersten Adventswochenende können Besucherinnen und Besucher die Krippe besichtigen. Immer wieder gibt es auch aktuelle Bezüge zu entdecken, wie zu Coronazeiten eine Impfung und einen Maskenverkauf. Der heimliche Star der Krippe ist jedoch eine Katze. Sie versteckt sich immer wieder in einer der Szenen und wartet darauf, gefunden zu werden.

Wer die Katze gefunden hat, kann sich auf den Weg zur nächsten Krippe machen. Denn jede Station erzählt die Weihnachtsgeschichte auf ihre eigene Weise. www.bamberg.info/krippen/

Datum - Zeichen

21. Oktober 2026 - 2.446

Downloads

Pressetext

Copyright

© Stadt Bamberg

Loading...